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Die Evidenz von Mobbing und Bossing im Gehirn und wie du sie wieder los wirst

Als Neurocoach habe ich mich gefragt: "Was passiert im Gehirn, wenn Menschen Mobbing oder Bossing ausgesetzt sind?". Unter dieser Fragestellung bin ich auf das Buch von Dr. Jennifer Fraser aufmerksam geworden mit dem Titel "The bullied brain", auf Deutsch "Das gemobbte Gehirn". Meine Recherche ergab jedoch, dass es nicht auf Deutsch erschienen ist. Nachfolgend erhältst du deshalb eine kurze Zusammenfassung mit einer wichtigen Botschaft der Autorin:

The Bullied Brain von Jennifer Fraser untersucht, wie Mobbing, Missbrauch und toxische Umgebungen das Gehirn, das Lernen und das langfristige Wohlbefinden beeinflussen. Basierend auf neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie persönlichen Erfahrungsberichten argumentiert Fraser, dass Mobbing nicht nur ein soziales Problem ist, sondern messbare Veränderungen im Gehirn hervorrufen kann. Diese Veränderungen können sich auf das Gedächtnis, die Emotionsregulation, die körperliche Gesundheit sowie auf schulische und berufliche Leistungen auswirken.

Zentrale Aussagen des Buches

  • Mobbing verändert das Gehirn. Chronischer Stress durch Mobbing aktiviert dauerhaft das körpereigene Stresssystem. Eine langfristige Belastung durch Angst, Demütigung oder Einschüchterung kann jene Hirnregionen beeinträchtigen, die für Lernen, Entscheidungsfindung und die Regulation von Emotionen zuständig sind.

  • Toxische Kulturen existieren in vielen Lebensbereichen. Fraser betrachtet Mobbing nicht nur in Schulen, sondern auch im Sport, an Universitäten, am Arbeitsplatz und innerhalb von Familien. Sie zeigt auf, dass schädliche Machtstrukturen häufig dazu führen, dass missbräuchliches Verhalten fortbesteht.

  • Hohe Leistungsfähigkeit schützt nicht vor Schaden. Selbst besonders begabte Schülerinnen und Schüler, Sportlerinnen und Sportler oder erfolgreiche Berufstätige können unter erheblichen psychischen und neurologischen Folgen von Mobbing leiden – auch wenn sie nach außen hin erfolgreich erscheinen.

  • Das Gehirn kann heilen. Eine zentrale Botschaft des Buches ist, dass das Gehirn formbar und anpassungsfähig ist (Neuroplastizität). Unterstützende Beziehungen, therapeutische Begleitung, positive Umgebungen und wissenschaftlich fundierte Maßnahmen können dazu beitragen, die Folgen von Mobbing zu überwinden.

  • Systeme müssen verändert werden. Fraser plädiert dafür, dass Institutionen sich von autoritären und straforientierten Modellen lösen und stattdessen Kulturen fördern, die auf Sicherheit, Empathie, Respekt und einem traumasensiblen Ansatz beruhen. Meinen Blog und Plädoyer für diesen Punkt findest du in Kürze auf dieser Webseite und Linkedin.

Gesamtaussage

Das Buch macht deutlich, dass Mobbing als ernstzunehmendes Problem der öffentlichen Gesundheit und des Bildungswesens betrachtet werden sollte, da es tiefgreifende Auswirkungen auf das Gehirn und die allgemeine Gesundheit haben kann. Gleichzeitig vermittelt es eine hoffnungsvolle Botschaft: Da das Gehirn sich verändern und anpassen kann, ist Heilung möglich – sowohl auf individueller Ebene als auch durch die Gestaltung gesünderer sozialer und institutioneller Umgebungen.

Darüber hinaus sind die Beiträge von Dr. Fraser auf youtube sehr interessant. Chat gpt hat mir den Podcast von Kirk Miller und das Video von ntn hub zusammengefasst:


Basierend auf den Interviews und Gesprächen von Jennifer Fraser in Podcasts und Videoformaten – darunter Gespräche mit Kirk Miller sowie Beiträge auf dem NTN Hub – lassen sich die folgenden Kernaussagen zusammenfassen. Die Videos vertiefen viele Themen aus dem Buch und ergänzen sie um praktische Beispiele und persönliche Erfahrungen.

Erweiterte Zusammenfassung der Video-Interviews

1. Traumatische Erfahrungen hinterlassen biologische Spuren

Dr. Fraser betont immer wieder, dass Mobbing, emotionale Gewalt und Vernachlässigung keine „harmlosen Erfahrungen“ sind. Das Gehirn reagiert auf chronischen Stress mit dauerhaften Anpassungen. Menschen, die in ihrer Kindheit Gewalt, Demütigung oder emotionale Unsicherheit erlebt haben, entwickeln häufig dauerhafte Alarmbereitschaft, Ängste oder Schwierigkeiten bei Beziehungen und Selbstregulation.

2. Viele Erwachsene tragen unverarbeitete Kindheitserfahrungen mit sich

In den Gesprächen mit Kirk Miller wird deutlich, dass zahlreiche Erwachsene ihre Kindheitserfahrungen lange normalisieren („So war es eben bei uns“). Erst später erkennen sie, dass sie Missbrauch oder toxischen Beziehungen ausgesetzt waren. Fraser beschreibt dies als häufiges Muster: Menschen überleben schwierige Kindheiten, zahlen aber oft erst Jahrzehnte später den Preis – etwa durch Depressionen, chronischen Stress, Beziehungsprobleme oder körperliche Erkrankungen.

3. Resilienz bedeutet nicht, unverwundbar zu sein

Ein wiederkehrendes Thema ist die Kritik am Mythos der „mentalen Härte“. Besonders im Leistungssport, Militär oder in leistungsorientierten Familien wird häufig erwartet, Belastungen einfach auszuhalten. Fraser argumentiert, dass Menschen zwar erstaunlich widerstandsfähig sein können, dies aber nicht bedeutet, dass sie keinen Schaden erleiden. Wahre Resilienz entsteht durch sichere Beziehungen, Unterstützung und die Fähigkeit, Hilfe anzunehmen.

4. Das Gehirn bleibt lebenslang veränderbar

Ein zentrales Hoffnungsmodell in allen Interviews ist die Neuroplastizität. Das Gehirn kann sich auch nach schweren Belastungen verändern und heilen. Heilung geschieht vor allem durch:

  • sichere und vertrauensvolle Beziehungen,

  • therapeutische Begleitung,

  • das Verstehen der eigenen Geschichte,

  • Selbstmitgefühl statt Selbstverurteilung,

  • körperliche Bewegung, Schlaf und Stressregulation,

  • bewusstes Einüben neuer Denk- und Verhaltensmuster.

Diese Liste möchte ich um den positiven Effekt von Meditation auf das Gehirn erweitern. Dazu gibt es viele Studien und einen eindrucksvollen Tedx Vortrag von Dr. Sara Lazar, Neurowissenschaftlerin und Forscherin am Massachusetts General Hospital in den USA.

5. Die eigene Lebensgeschichte neu erzählen

In mehreren Gesprächen spricht Fraser darüber, wie wichtig es ist, die eigene Biografie bewusst zu reflektieren und neu zu interpretieren. Viele Betroffene übernehmen unbewusst die negativen Botschaften ihrer Täter („Ich bin wertlos“, „Ich bin schwach“). Heilung bedeutet, diese alten Narrative zu hinterfragen und durch realistischere und mitfühlendere Sichtweisen zu ersetzen.

6. Empathie ist die Grundlage gesunder Gemeinschaften

Fraser sieht Empathie nicht nur als moralische Eigenschaft, sondern als neurobiologische Notwendigkeit. Kinder und Erwachsene entwickeln sich am besten in Umgebungen, die Sicherheit, Zugehörigkeit und Wertschätzung vermitteln. Toxische Führungsstile in Schulen, Familien, Unternehmen oder Sportorganisationen schädigen hingegen sowohl Individuen als auch ganze Systeme.

7. Auch das Gehirn des Täters erleidet Schaden

Menschen, die regelmäßig andere einschüchtern oder kontrollieren, trainieren ihr Gehirn fortlaufend auf Macht, Konkurrenz und Misstrauen. Solche Muster können zu chronischer Anspannung, Beziehungsproblemen und erhöhter Aggressionsbereitschaft führen. Fraser weist darauf hin, dass toxische Verhaltensweisen sowohl den Betroffenen als auch den Tätern gesundheitlich schaden können.

Gesamtaussage der Interviews

Die Videos ergänzen das Buch um eine besonders hoffnungsvolle Botschaft: Auch wenn frühe Erfahrungen das Gehirn tief prägen können, sind Menschen nicht auf ihre Vergangenheit festgelegt. Durch Verständnis der Hirnforschung, bewusste Selbstreflexion, unterstützende Beziehungen und gezielte Veränderungen kann das Gehirn neue, gesündere Muster entwickeln und langfristige Heilung ermöglichen.

Infografik über die Auswirkungen von Mobbing auf das Gehirn und Wege der Heilung durch Neuroplastizität, sichere Beziehungen und Empathie.
Mobbing verändert das Gehirn – doch durch sichere Beziehungen, Selbstmitgefühl und Neuroplastizität ist Heilung möglich.

Quellen:

The Bullied Brain: Heal Your Scars and Restore Your Health · ISBN-10 ‏ : ‎ 1633887782

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-1633887787

S2 Ep. 26 - Bullying and the Brain | Chaos2Cured Podcast S2 Ep. 26 - Bullying and the Brain | Chaos2Cured Podcast


Dein Gehirn kann sich verändern – und du kannst neue Wege gehen

Die Forschung zeigt: Unser Gehirn ist formbar. Selbst nach belastenden Erfahrungen wie Mobbing, emotionaler Gewalt oder traumatischen Erlebnissen können neue neuronale Verbindungen entstehen.

Empathische Beziehungen, Sicherheit und positive Erfahrungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Genau hier setzt mein pferdegestütztes und Online-Coaching an. Gemeinsam schaffen wir einen geschützten Raum, in dem Wachstum, Selbstwirksamkeit und nachhaltige Veränderung möglich werden.

Mein Coaching richtet sich nicht nur an Menschen, die Mobbing oder Ausgrenzung erlebt haben, sondern auch an Menschen, die erkennen, dass sie selbst andere verletzt, eingeschüchtert oder gemobbt haben – und dies verändern möchten.

Oft steckt hinter verletzendem Verhalten eine eigene Geschichte aus Schmerz, Unsicherheit, Angst oder unverarbeiteten Erfahrungen. Im Coaching geht es nicht um Schuld oder Verurteilung, sondern um ehrliche Selbstreflexion, Verantwortungsübernahme und persönliche Weiterentwicklung.

Gerade im Kontakt mit Pferden wird unmittelbar sichtbar, wie das eigene Verhalten auf andere wirkt. Pferde reagieren authentisch, klar und vollkommen wertfrei. Sie spiegeln Beziehungsmuster und ermöglichen es dir, Empathie zu entwickeln, Vertrauen aufzubauen und neue, respektvolle Formen des Miteinanders zu erlernen.

Egal, ob du unter den Folgen von Mobbing leidest oder feststellst, dass du selbst andere verletzt hast: Veränderung ist möglich. Das Gehirn kann neue Wege lernen – und du kannst neue Entscheidungen treffen.

Mein pferdegestütztes und Online-Coaching basiert auf meiner wissenschaftlich fundierten R.H.I.N.O.-Formel®, die dich dabei unterstützt, belastende Erfahrungen zu verstehen, emotionale Muster zu verändern, Empathie zu stärken und nachhaltige Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.

➡️ Möchtest du erfahren, wie die R.H.I.N.O.-Formel® dich auf deinem persönlichen Entwicklungs- und Heilungsweg unterstützen kann? Dann vereinbare gerne ein unverbindliches Kennenlerngespräch.


 
 
 

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